Smartphone-Hersteller: Weniger Verkäufe, steigender Umsatz

Apple trotzt schwieriger Marktlage

Dem Smartphone-Markt geht es augenscheinlich gleichzeitig gut und schlecht – Produzenten wie Apple, Samsung & Co. verzeichnen deutlich weniger verkaufte Einheiten, gleichzeitig steigt der Umsatz einiger Firmen. Vor allem ein Hersteller kann dabei seine Führungsposition weiter ausbauen.

Weniger Smartphones, aber mehr Ausgaben

Das Paradoxon ist ganz einfach mit steigenden Smartphone-Preisen zu begründen. Die Menschen kaufen seltener ein neues Smartphone, geben dann jedoch deutlich mehr Geld aus. Der durchschnittliche Verkaufspreis von Smartphones stieg um 27 Prozent auf etwa 400 Euro an.

Beim weltweiten Umsatz mit Smartphones steigt der Wert im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent (ca. 105 Mrd. Euro), laut den aktuellen Quartalszahlen von Counterpoint Research. Zeitgleich wurden stolze 19 Prozent weniger Einheiten ausgeliefert.

Ein Hersteller profitiert besonders

Bei den Zahlen für das 3. Quartal profitiert vor allem ein Hersteller: Apple kann seine ohnehin starke Position noch einmal steigern. 50 Prozent des gesamten Smartphone-Umsatzes sichern dem kalifornischen Tech-Giganten einen neuen Quartalsrekord. Auf Platz 2 folgt Samsung mit 19 Prozent Umsatzbeteiligung. Ein Blick auf die Gewinn-Verteilung ist noch beeindruckender. Hier kommt Apple auf irrwitzige 85 Prozent der gesamten Branche.

Steigende Preise für Speicher und weitere Komponenten

Außer Apple und Samsung kann kein weiterer Hersteller seinen Umsatz steigern. Bis auf die Spitzenreiter scheint die gesamte Branche wie gelähmt. Hierfür sind vor allem weiterhin steigende Preise für Speicher, Arbeitsspeicher und weitere technische Komponenten.